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von brummerln und wummerln

helau, helau, ... lustig samma!
sag mal, kannst du wieder cocktails machen?
was? wie? wann?
na heute, wir machen heute nachmittag einen faschingsumtrunk im sitzungssaal!

.oO( ohhh mann! faschingsumtrunk, hab ich voll vergessen! sch*** ! hätt ich das gewusst, wär ich heute zu hause geblieben, diese idiotie. ich kann dem ganzen einfach nichts abgewinnen) mhhhnja, ja, okay, ich mach die cocktails. .oO( besser hinter der bar stehen und ein alkoholfreies bier trinken und genüsslich zusehen, wie sich die leute langsam aber sicher besaufen, ist ja wie im kino dann. und die bar begrenzt die bühne. sicherheitsabstand. kann ich brauchen. vielleicht ist das ansteckend, das faschingsvirus. wer weiss !) ... okay, ich machs. kein problem.

ja suuuuper, die waren ja super die drinks letztes mal bei der weihnachtsfeier!
.oO( hat der schon einen drinn ? ) ja freut mich, dass sie geschmeckt haben. okay ich mach´s. kein problem.

also dann, gehst du die schnäpse einkaufen?
.oO(schnäpse? der meint die spirits, banause! na klar schlepp ich das zeug meilenweit, wie ein packesel quer durch die halbe stadt. für euch doch immer! wir sind ja eine grosse familie, ... tsss) klar mach ich das, wenn ich schon die cocktails mache, muss ich doch auch einkaufen .oO( idiot!) und früchte natürlich auch. sirupe haben wir noch vom letztes mal da. mach ich. klar. kein problem. mach ich. .oO( und nun raus! tro**el)

~~~~~~~ ab in die stadt, erst mal einen espresso im cuba und ein feines gläschen wasser dazu, mit einer zeitung, ganz genüsslich am vormittag. dann mittagessen im kunsthaus, nichts grosses, nur ne feine gemüse-cremsuppe und mineral-zitron. anschliessend im theatercaffe noch einen genussvollen espresso und den standard ( ne tageszeitung ) , mit einem glas wasser.~~~~~~~

okay, einkaufen. tequilla zwei, eins vodka, eins rum weiss, eins rum braun, xuxu zwei, chachassa für kai pirinha eins, obst, zitrusfrüchte, minze, physalis und alkoholfreies bier für mich zwei ~~~~~

und los gehts, physalis, limetten, brauner zucker, orangen und fruchtsäfte, drei luftballons, ein bund minze an die bar und zwei grab-kerzen dekoriert ( zur tatkräftigen untermauerung der einstellung der kampftrinkern)

fazit: drei dutzend kaipi´s, sechs long islands, ein dutzend mochitos und tequilla-shots für die belegschaft.
alle in ethanolischem frieden und bester faschingslaune, ....
wummer, kawumm und die blues brothers röhren.
natürlich in der arbeitszeit, versteht sich, ....
aber ich, ich verdünnisier mich, leise und stillheimlich,  ...
helau, helau  ...
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shanti, meine lichtfreunde

als mir neulich eine freundin bei einem gläschen wein in einer kleinen feinen bar am stadtrand von bregenz erklärte, dass die meisten leute gar nicht wissen woher das wort esoterik käme, musste ich mit einem halblauten * öhhm, … * zugeben, dass ich es auch nicht wusste. Nun, kurz und bündig, so ihre erklärung exoterik, die lehre vom äusseren, esoterik, die lehre vom inneren.
Naja, in irgendeiner art unweise logisch. Wenn man gewusst hätte was exoterik sei, dann wäre die esoterik natürlich auf der hand gelegen.
Apropos auf der hand liegen, sprich, als alter legasteniker verstanden ,
das hand-auf-legen.
Ein wesentlicher bestandteil esoterischer praktiken, wieder entdeckt im neuen und dunklen zeitalter der menschlichen evolution.
Faszinieren und wärmend zu gleich, durchströmen und durchzucken myriaden von kleinen lichtbällchen den menschlichen empfängerkörper und vernichten zugleich schädliches karma, alte, den lebensweg zur erleuchtung hinderliche muster und ausserirdische implantate.
Wenn das ganze natürlich noch mict tachyonen-energie kobiniert wird, ein wahrliche unbändige methode, den altersgeplagten menschen wieder zum quell des jungbrunnens zurück zu führen.
Wobei wir hier gleich beim nächsten thema sind. Die (zu)rückführung.
Ich war mal die kleopatra und auch heinrich harrer. Öhm, … ist der nun schon tot, oder nicht?
Jedenfalls lassen wir es mal bei kleopatra und das geradewegs aus dem munde einer wirklich nicht sehr attraktiven und nach meinem verständniss und bewertungsmöglichkeit unklugen zeitgenossin. Mann denkt sich heimlich, wenn man von der tatsache ausgeht, dass schönheit und intellekt ( siehe Nadel ) nicht immer deckungsgleich sind, dann hat sich hier wohl eine ausnahme manifestiert und sie könnte doch kleopatra gewesen sein.
Und aporpo manifestieren, das ! ist natürlich ein wesentlicher bestandteil der esoterik und der geheimen wissenschaften, die heut zu tage so sehr offen gelegt werden, allerdings nur nach entsprechenden einweihungen für auserwählte, oder solche die den energieausgleich in form von einigen euro´s leisten wollen.
Manifestieren ist die einserkür! das kann man nun schon vorab mal sagen.
Wer das mal drauf hat, der ist fast schon gottgleich.
Man hat sich nicht mehr mit so kleinlichen dingen herum zu schlagen, wie ein neues auto zu beschaffen, geld zu verdienen, hübsch, schön und berühmt zu sein, man kann sich flux weg auch die erleuchtung manifestieren, oder wenigstens was zu essen.
Wooooobei, essen natürlich uncool ist, und eigentlich gar nicht mehr notwendig, im neuen zeitalter. Zumindest nicht bei den indigo´s, die sich jahrhunderte lang von prana ernähren können und dabei nicht altern. Siehe yasmuheen. Die dame, ohen hier jetzt zynisch sein zu wollen, sieht für ihr alter wirklich ganz gut aus.
Sicher wegen dem fehlen von ballaststoffgen, glutamin und schädlichem nitrit, das in prana ja nachweislich nicht vorhanden ist. Zumindest hab ich es auf dem verpackungsetikett noch nie vermerkt gesehen.
Aber was soll ich sagen? Sich in dem wirren dschungel der esoterik zurecht zu finden, ist heut zu tage schier unmöglich! Gayakult hier, 12-strang dns da, tm dort, 47 reikiarten, von welcher jede behauptet, die beste und stärkste zu sein, blümchen-schamanismus und licht-fuzi-kulte, neue und frisch gechanneltes aus dem hause flirsh, einer hochgradig erleuchteten wesenheit aus dem infrarotbereich des erdgürtels ( verd. Was hat der denn dort eigentlich zu suchen? Wenn schon erleuchtet? was geistert der dann im erdnahen bereich herum?) , energetisch geladene fensterbilder ( uuuch, … es gibt leute die kaufen diese handgemalten plastik-fensterbilder um 19.95 euro, angeblich energetisiert vom Erzengel Michael, nicht, dass ich hier als alter hinterfrager die existenz des EE Michaels bezweifle, nur denke ich, dass plastik-fensterbilder wirklich nicht gerade das passende objekt eines energetischen speichermediums sind) und wasser, energetisiert mit der alt-magischen schwingung von trans-atlantis.
Ehhh, ich denke, ich gehe, … ich gehe einfach und mach meine einfache und langjährig erprobte medi und lass den ganzen quatsch. ein leichtes ist es, sich aus der wahren esoterik in die exoterik des esoterischen wahns und treibens unserer geschäftsleute und messiase abzulenken und von einem buch zum anderen, einer essenz zur anderen, suchend vom eigenen geist abzulenken, die kreuzung und blödsinnigerweise, den inneren wegweiser zum selbst gefundenen befreiungszustand zu verpassen.

Sodann, …ich werd mal meine medi machen, …
Jedoch ein wenig trans-atlantis-essenz zur einstimmung
könnte meiner 12-strang DNS nicht schaden ;-)
shanti, meine lichtfreunde,

bless you with love and light.
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yoga und spieglein, spieglein an der wand, ...

. . . . wer ist der schönste im ganzen land?

wieder mal in der stadt, in der city, in der metro. naja, das ist als metroxexueller ja der ort, wo man hingehört. metrosexueller? heiii, da wandelt sich doch grad das mannsbild in eine neue nische der geschlechter?!?

immer mal gepflegt durch die gegend streunen. ja klar, rasiert vom bein bis zum kopf, wenn auch ein lässiger langhaarschnitt und ein dreitagesbart die männlichkeit unterstreichen.

aber haare? nö! nicht unter den achseln, am po, nicht am rücken und die zwischen-beinlichen männlichkeitsmerkmale sowieso glatt, wie schnewittchens po in jungen jahren.

entharzen, rasieren, chemische keule, ... zupfen und rupfen und angesichts der faszinierenden glattheit und nacktheit sexualität nue erfahren. weg von der alten vorstellung des cro-magnon menschen, hin zur nackten und naturnahen unverblümten schönheit des körpers, wie in antiken zeiten.

antike zeiten? klar, die griechen, die römer und weiss ich wer noch aller berichteten in ihren schriften, mit beil, kurzdolch und lavagestein, sich die haut enthaart und geglättet zu haben. die genussspechte auch, diese antiken.

im gegensatz zum barbarischen körper ist es vorzüglich, die lustvollen gefühle der intimität, durch entfernen der körperbehaarung und den abstand der haut bei sensorisch berührungen gering zu halten, besser geniessen zu können. nicht gerade wörtlich übersetzt, aber so liesst es sich in einem der altrömsichen texten, dessen bezugsquelle ich nun hier leider nicht mehr angeben kann. mann sollte ja eigentlich nicht zitieren, wenn man nicht mal mehr weiss woher, dennoch setze ich mich über diese regel hinweg.
nun, was mit ästhetik einher geht, sind die frauen uns männern auf den fersen und wird in anbetracht der schönheit des gegensätzlichen geschlechts von uns männern ja immer gerne angenommen. zudem sei nebenbei bemerkt, der unterschied wird wieder grösser und leichter erkennbar, zwischen affe und mann. wenn nicht im täglichen verhalten, so zumindest was den körperlichen ausdruck und das erscheinen angeht.
tja, was solls. weg vom affen, hin zu fakten.
statistisch gesehen, sind nun über vierzig prozent der männer der rasur in anderen bereichen als nur im gesicht verfallen, und wenigstens, wenn ich meine aufzeichnungen im fittnescenter über die monate meiner dusch-kabinen-besuche genau geführt habe, etwa gut zwei drittel im intimbereich der behaarung entledigt.

intimbereich? wo denn noch um himmels willen? die radrennfahrer mit ihren spiegelglatten und sexy beinen seien ausgenommen, das hat natürlich nur einen sportlichen hintergrund um verletzungen bei stürzen gering zu halten, auch die schwimmer, welche immer sehr darauf achten, dass der strömungswiderstand so gering wie möglich gehalten wird. aber die schultern! und der rücken! und po! um gottes willen, meine herren, keine frau würde sich an so einen herrenlosen wildwuchs ergötzen und das geschweige denn akzeptieren!
haaaa, * stöhn * und das sind gerade die schwierigsten stellen um um haarfreie zonen hin zu bekommen, ausser *!*
ausser man praktiziert täglich, oder zumindest regelmässig  Yoga.
und das hat ja dann noch etliche andere vorteile, ... was die körperlichen empfindungen angeht  *  zwinker *  ;-)

also dann, meine herren,
asanas üben und ran an die klingen !
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wer sind wir westler eigentlich?

in anbetracht der tatsache, dass ich heute zum ersten mal darwin´s nightmare gesehen habe, zu meiner schande ein viertel-jahrhundert nach dem filmstart, eine kleine geshichte, die mir vor einigen jahren in sri lanka meine sichtweise und mein bewusstsein ein wenig verändert hat.

nun, angekommen mit dem grossen flieger, der die menschen aus fernen ländern einfliegt, um palmen zu sehen, meer und sonne zu tanken in exotischen traumparadiesen.

raus aus dem flughafen, dunkel, morgen früh, smog, brennende lungen, rein in den kleinbus, der uns zu unserer ersten destination karren sollte. natürlich nix all inclusive, so solls ja sein, authentisch. dem fahrer das okay gegeben, dass er noch vor der langen fahrt bei seiner familie vorbeischaut. bei ihm zu hause angekommen, gerade morgendämmerung, ein kleines stück land am rande von colombo, eine gemauerte hütte mit einem zimmer, ein vorhang als eingangstüre und uns reingebeten zu einem warmen tee, zu seiner frau. seine familie, drei kinder, zwei brüder liegt noch auf decken auf dem betonboden, oder war es gestampfter lehm? kinder rekelten sich aus den lacken und freuten sich erstmal über bonbons.

dankend für den tee, ein wenig höflichkeit um ihm den freiraum für seine familie zu lassen, vor der hütte wartend. irgendwo lag ein toter hund rum, andere kinder, die uns auf der strasse bestaunten, schüchtern fragend: do you have school-pen, sir? zwei, drei der vorsorglich impotierten kugelschreiber rauskramend und nicht wirklich verstehnd, warum staunende kinderaugen nun glücklich und gross mit dem stück schreibplastik sich schnellstens auf und davon machen, das ding in sicherheit und gewahrsam zu bringen.

wieder im bus, durch die vororte colombos durch und alte, kranke menschen auf kubikmeter grossen müllhaufe neben der strasse nach was essbarem suchend, arme und beine ausgemergelt. kühe mitten in den strassen aus zerfetzten plastiktüten fressend.

sri lanka.

in einem fischerdorf in einer für europäer annehmbaren hütte untergekommen. die weissen sind das highlight. jeder weiss nun bescheid, wer wir sind, nachdem einer des dorfes sich fragen traute und informationen über uns nun verteilt. die sind weiss, sind zu dritt, zwei frauen, ein mann, haben den kindern candies, bonbons gegeben, und kugelschreibe auch. und sie kauen betel, wie wir. zumindest der mann und die junge frau.

nach einigen tagen freundschaften, einladungen, gespräche mit den alten, deren sprache wir nicht verstehen, und sie unser english genau so wenig, aber herzlichkeit und austausch auf vielen ebenen. kinder lotsen uns in die fischerhütten, wo sie auf den netzen schlafen und uns ihre schulaufgaben voller stolz zeigen, am tisch, der mit dem einen stuhl. wieder einige kugelschreiber weniger.

nach gemeinsamen beschluss nach colombo gefahren und einen laden mit schulsachen aufgekauft, eine plastiktüte voll. alles was man als guter schüler braucht. buntstifte, kugelschreiber, bleistifte, spitzer, wasserfarben, wachskreiden, lineale, hefte, papier, notizblock und radiergummi. und das ungläubige gesicht des ladenbesitzers.

in das dorf wieder einmarschierend kommt uns die eine kleine, kecke und grossäugige entgegen. die tüte hinhaltend und ihre vorsicht und zurückhaltung durch ein * please take, it´s for you all, sure u can need that, for school, ... so share it with ur friends* durchbrechend. ungläubiger blick in unsere augen, nimmt sie einen stift heraus mit einem knicks und einem *thank you* .

verdutzte gesichter unser eins, und das missverständnis dadurch aus der welt schaffend, ihr einfach die ganze tüte in die hand zu drücken.

verdutz, erste ungläubigkeit und grosse freude, danach rennend, und die jungs und jungen damen zusammentrommelnd.

wir, .... ein eigenartiges gefühl in uns.

wer sind wir westler eigentlich ?

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enantiodromie

Immer diese loops, fantastisch, wie das funktioniert. *ein leiser seufzer sei angemerkt* man(n) macht und tut, ... und "es" kommt und bringt. deckungsleich, egalisiert, passt das kommende immer wieder wie ein deckel auf´s häferl. tja, da muss wohl eine lösung her. vielleicht haben die buddhisten doch recht mit ihrer karma theorie, vielleicht hat der gute herr, der einst mal sagte, ... actio est reactio genau so recht, .... vielleicht ist das leben ja eine immerkehrende abfolge von schon tausendmal gelebten situationen eines sich ewigen wiederholenden expansiven und convulsiven universums? das würde wenigstens das phänomen des deja vue erklären. ein wenig zumindest. aber, da war doch noch einer, . . . hmmm, der watzlawick ?

Wenn du immer wieder das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du immer schon bekommen hast. Wenn du etwas anderes haben willst, mußt du etwas anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig anderes - statt mehr vom gleichen Falschen! (Paul Watzlawick)

Ein weiterer Vorteil des Festhaltens an der Vergangenheit besteht darin, dass es einem keine Zeit lässt, sich mit der Gegenwart abzugeben. Täte man das, so könnte es einem jederzeit passieren, die Blickrichtung rein zufällig um 90 oder 180 Grad zu schwenken und feststellen zu müssen, dass die Gegenwart nicht nur zusätzliche Unglücklichkeiten, sondern gelegentlich auch Un-Unglückliches zu bieten hat; von allerlei Neuem ganz zu schweigen, das unseren ein für allemal gefassten Pessimismus erschüttern könnte. Hier blicken wir mit Bewunderung auf unsere biblische Lehrmeisterin, Frau Lot, zurück - Sie erinnern sich doch? Der Engel sagte zu Lot und den Seinen: "Rette dich, es gilt dein Leben. Schaue nicht hinter dich, bleibe nirgends stehen [...] Seine Frau aber schaute zurück und wurde zu einer Salzsäule" (Gen. 19,17 und 26)
(Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein)

aber im sinne der enantiodromie nach Watzlawick, werde ich mich heute kürzer halten und nur noch ein, zwei references angeben. Punkt, das war´s. Schluss und aus.

Ref.:

http://www.peraugym.at/perauer/watzlawick.htm

http://www.peraugym.at/archiv/mb870915.htm

okay, .... einen kleinen nachsatz kann ich mir dazu wiedermal nun alles ernstes nun doch nicht verkneifen, ....

für jene programmierer und netzwerktechniker, die, so wie sie glauben, sinnlose mouse-cliccs zwanghaft ausführen müssen:

Watzlawik hat den Gedanken wieder aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass ein Zuviel des gutes stets ins böses umschlage. Zuviel patriotismus erzeuge chauvinismus , zuviel sicherheit zwang oder zuviel buttercremtorte eben einfach übelkeit.

und zu dem sei allgemein zu diesem kleinen blogeintrag nur noch zu bemerken: Die Menschen wollen alle unsterblich sein, aber sie wissen schon an einem verregneten Sonntag nichts mit sich anzufangen. [heiko ernst]

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free mind

in anfällen von langeweile sich texte aus den fingern zu sauge ist die eine sache, einen stupfmfsinn zu schreiben, die andere wahrheit. doch beides ist erlernbar und ab und zu ganz interessant.
es gibt einen kreis von menschen die so etwas assoziatives schreiben nennen. womit hier gerade bewiesen wurde, dass es funktioniert. da liegt das thema schon auf dem tisch. assoziatives schreiben. fliessende kreativität.
als angeborene fähigkeit und attribut eines menschen zugedacht, der dem eingeweihten clan der künstler und geniusse entspringt? naja, möglich ist alles. doch denke ich, wohnt diese fähigkeit jedem menschen inne. da gibt es doch glatt einen wissenschafter und kreativitätsforscher namens Guilford.
Guilford definiert kreativität (lat. creare = gebären, schaffen, zeugen) als ein komplexes verhaltensmuster mehrer faktoren. Er definierte die faktoren einfallsreichtum, originalität, geistige flexibilität, ideenflüssigkeit ( fluency ) und sensitiviness (sensibilität für probleme). klingt ganz interessant. doch was ist nun kreativität? vielleicht die möglichkeit und fähigkeit, vorhandenes wissen und tatsachen auf neue art und weise neu zu kombinieren und dadurch neues zu erschaffen? Im grossen und ganzen könne man kreativität erlernen, so wie es Binning, ein Physiker und nobelpreisträger erklärt, und dadurch die vielseitige fähigkeit und freiheit des unabhängig seins zu erwerben. im schreiben, im leben, im kommunizieren, malen, im sex, beim kochen, beim autofahren, beim tanzen und auch beim zähneputzen. hmmm, zähneputzen, klingt ja fast romantisch!
na, klingt doch gut!
sind es die kluster von gedanken, die aus der tiefe wie strudel emportreiben, erfasst und formbar anschliessend, greifbar als gefühle und dumpfe vermutungen in die idee zu fassen, was kreativität ausmacht?. assotiation und synthese. zufallsanregung, triggering und systematische variation mit anschliessender formung und verarbeitung. tja, mal versuchen, was das taugt. free mind.
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mercimek corbase

manchmal gehe ich zum türken. er macht gute linsensuppe.

fein, geschmackvoll. sie füllt den magen und gibt wärme. kostet nicht viel. und einen tee, einen schwarzen tee. süss.

manchmal schaue ich aus dem fenster des lokals und beobachte die menschen. nie die selben. nur manchmal einige die ich kenne. aber nur manchmal.

ich esse meistens linsensuppe. morgen werde ich wieder hingehen und linsensuppe essen.er macht sie gut. und sie ist preiswert, warm und geschmackvoll.

oft sehe ich neue menschen, wenn ich aus dem fenster des lokals sehe. immer neue situationen und neue begebenheiten. es ist immer anders. nur der bus der an die bushaltestelle fährt, der ist immer derselbe. auch der busfahrer.

manchmal, wenn ich linsensuppe esse, sehe ich fröhlichkeit. draussen auf der strasse. manchmal gewalt, manchmal traurigkeit, manchmal einsamkeit.

manchmal, wenn ich linsensuppe esse, sehe ich vieles, was ich nicht beurteilen kann. und meine kamera sieht mit. und hält fest. was geschieht. nur die augenblicke. völlig neutral. unvoreingenommen.

mit schwarzem tee. süss.

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hallo mister

neulich habe ich mir gedacht, wie es wohl sein könnte,
eine flasche wein mit schlaftabletten zu nehmen. nun, ich habe es einfach ausprobiert. anfänglich war es ganz interessant, der wein war gut, die tabletten taten auch ihre wirkung, sehr schnell, überaus schnell, wie ich anfangs noch bemerkte, allerdings nach einiger zeit konnte ich das experiment nicht mehr nachvollziehen, denn ich verlohr das bewusstsein. nach etlichen stunden bin ich aufgewacht. ich wusste nicht wirklich was passiert war. die wohnung in einem chaos, unaufgeräumt, ein durcheinander. ich musste wohl noch einiges getan haben, unter der wirkung der benzodiazepin-artigen substanz, gänzlich den sinn für orientierung und plan verlohren. vielleicht auch in cross-interverence mit dem alkohol. nun, ich bin aufgewacht, merke, dass der körper schwer in mitleidenschaft gezogen ist, durch die intoxikation, und versuche nun zu ordnen. meine gedanken, meinen körper, meine wohnung, die zeit, das was passiert ist, das, was ich nicht mehr weiss. filmriss, aber doch verstrichene zeit und taten.
nach einigen stunden nun auf den beinen, immer noch aussetzer, aber es macht spass, das leben, es fühlt sich golden an, als ob ich gestern gestorben wäre, als ob mein sein ausgelöscht wurde, und heute neu erschaffen. das ist es vielleicht, das gefühl, das die menschen in süchte treibt, sich immer wieder neu erleben, ausserhalb des im drama gefangenen seins.
ausserhalb. ich habe heute den drang meine shizoide seite zu zeigen, ich muss sie nicht verstecken, ich darf so sein wie ich bin. warum auch? warum soll ich mich auch verstecken? ich lebe ja nur einmal. zumindest in diesem leben.
ich verstehe nun, dass ein ehrlicher irrer wahrhafter ist, als ein versteckter sesselfurzer. dass ein ehrlicher sünder wahrhafter ist, wie ein falscher christ.
dass ein ehrlicher penner grösser ist, wie ein falscher snob und kapitalist.
näher zu dir, mein gott.

Heute weiss ich, ...
Es passt alles, ...
Ich habe eigentlich keine probleme, alles nur einbildung, ...
Alles, ...
Eigentlich geht es mir total gut, ...
Und ich kann tun und machen was ich will in meinem leben,
Auch verrückt sein, ...
Die bringen einem nicht um deswegen, ...
Die machen das nicht.

näher zu dir mein gott.

Oder ich kann auch shizoid sein,
Die machen nix,
Rümpfen vielleicht ein wenig die nase, aber sie töten einem nicht mehr,
Nicht so wie früher, ... Als hitler und die anderen noch an der regierung waren.
Heute machen sie das nicht mehr,
Nicht hier. Vielleicht irgendwo in afrika, oder weiss nicht, ...
Aber hier nicht mehr.
Und weisst du was,
Ich glaube, ich bin gerne hier.
Und so, wie ich bin.

näher zu dir mein gott.
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vielleicht vertippt ?

ging leider nicht auf, die rechnung. hab ich da was vergessen? mit in die berechnung zu nehmen? verflixt, .........






denke, vertippt.  eindeutig.

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morgen weiss ich es

ich denke, wenn ich alles zusammenzähle, eins bis 14, nur die wichtigsten begegnungen und beziehungen, und alle gespräche noch einmal revue passieren lasse, mir ganz genau anschaue, was geschehen ist, wie ich mich verhalten habe, wie ich reagiert habe, dann könnte ich es wissen.

allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, ob es genügt, nur beziehungen und begegnungen in die berechnung miteinzubeziehen. es könnte auch gut möglich sein, dass meine schulzeit mit eingerechnet werden muss, um zu einem schlüssigen und stimmigen ergebnis zu kommen. und auch meine kindheit. ja, meine kindheit ganz bestimmt. besonders meine kindheit. die muss wirklich auch dazu. ganz bestimmt.

die letzten zwanzig jahre meines lebens, die letzten-zwanzig-jahre-immer-das-selbe zugebrachte zeit, die .... naja, die denke ich muss nicht so sehr gewichtet werden, wenn ich statistisch vorgehe. ich werde sie zwar als variable aufstellen, aber anders gewichten. wie etwa zwei, maximal drei jahre kindheit in summe. es war ja auch nur immer der selbe trott, mit ein paar schwankungen auf und ein wenig ab, aber im grossen und ganzen immer das selbe. median. medium. medial, eher nicht, eher weniger. verschlossenheit. resignation.

wenn die rechnung aufgeht, werde ich es morgen wissen. wenn die rechnung aufgeht, wird sich morgen mein leben verändern. auf einen schlag. alles wird klar werden. alles wird sinn haben. alles wird bewusstsein. alles wird von fiktion befreit. mit einem schlag. zu viele worte für ein so klares ereignis. es wird sein. das wissen, wer ich bin.

endlich berechnet.

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